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3x Gold, 3x Silber und 1x Bronze bei den Bezirksmeisterschaften 2011Bei den Bezirksmeisterschaften 2011 konnten die Schachjünger des Schachclub Neumühl gleich mehrfach auf dem Treppchen landen:
In der U10 konnte Felix Nötzel einen dritten Platz verbuchen. Bei seiner 1. Teilnahme und mit 3 Partien weniger als die anderen Spieler, ist dies ein sehr guter Einstand. Sein Teamkollege Simon Huber landete (auch bei seiner ersten Bezirksmeisterschaft) auf dem 4. Platz.
In der U12 landete Jonas Bachmann mit 9 Punkten aus 9 Partien einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Dieser Bezirkstitel berechtigt ihn zur Teilnahme bei der Badischen Meisterschaft. Maxime Bounyavet, Hagen Hartenbauer und Sven Hoyler starteten in der gleichen Altersklasse und auch sie nahmen zum ersten Mal bei der Bezirksmeisterschaft teil; Maxime und Hagen konnten beide 5 Punkte erzielen und landeten auf Platz 8 bzw. 9. Sven startete erst am letzten Tag; er konnte 2 Siege erringen und wurde 21.
Annika Denz konnte als amtierende badische U14 Meisterin ihren Bezirkstitel verteidigen. Sie wird bei der badischen Meisterschaft versuchen das Ticket zur deutschen Meisterschaft zu buchen. Ganz überraschend konnte Jonas Kienzle in der U14 den Bezirkstitel gewinnen. Im letzten Spiel gewann er und setzte sich aufgrund einer höheren Buchholzzahl im Titelkampf gegen Linus Bohlsen durch.
In der U16 konnte Antonio Markic zwar die gleiche Punktzahl wie Felix Walther erreichen, allerdings war die Buchholzzahl niedriger, so dass es "nur" zum zweiten Platz reichte.
Jan Watrin landetete in der U18 auch aufgrund der niedrigeren Buchholzzahl (0,5 Punkte) auf dem zweiten Platz.
In der U20 nahmen gleich 3 Neumühler teil: Kai Oser landete einen halben Punkt hinter dem Sieger auf dem 2. Platz. Christopher Schulze erreichte den 4. Platz, Erim Sisman wurde Fünfter.
Weiter Infos auf der Seite des Schachbezirks: http://www.schachbezirk-ortenau.de/ortjug11.htm
Komentar von Andreas Bachmann: Titelvergabe und Qualifikation beim Schweizer System aufgrund der Punktzahl bzw. Buchholzzahl Dieser Grundsatz, der schon seit einigen Jahren im Bezirk Ortenau praktiziert wird, ist meiner Meinung nur dann sinnvoll, wenn eine Altersgruppe für sich spielt und das Turnier innerhalb eines Tages abgeschlossen wird. Die Realität sieht leider anders aus: An 3 Sonntagen wird diese Meisterschaft durchgeführt; mehrere Altersgruppen werden zusammengeführt, damit gleichstarke Gegner gegeneinander spielen.
Der Grundsatz des Schweizer Systems (Punktgleiche Spieler treten gegeneinander an) hört sich gut an, ist aber für den Qualifikationsplatz zur Badischen Meisterschaft nicht immer zielführend: Es kommt vor, dass einzelne Spieler einzelne Spieltage ausgelassen, so dass sie als Buchholzträger nicht so relevant sind, wie sie eigentlich aufgrund ihrer Spielstärke wären. Die Gründe für das nicht komplette Mitspielen mögen unterschiedlich sein; Fakt ist auf jeden Fall, dass es erlaubt ist und dass dieses Verhalten das Gesamtergebnis verfälscht. Dies ist ein Problem des Schweizer-Systems. Würde pro Altersgruppe ein Rundenturnier gespielt, so wäre dieses Problem nicht vorhanden. Ich will aber nicht verbergen, dass wir dann andere Probleme hätten: Unterschiedlich große Gruppen ergeben unterschiedliche Rundenanzahlen; das ist sicher auch nicht praktikabel. Die jungen Damen müssten gar nicht antreten, da zuwenig Konkurrenz vorhanden ist.
Wie soll nun in Zukunft der Bezirksmeister ermittelt werden? Das Schweizer System ist sicher ein Kompromiss, das allerdings aufgrund der oben genannten Punkte seine Schwächen hat. Wie wäre es mit folgendem Vorschlag: Am ersten Tag werden Vorgruppen gebildet. Mit 3 Partien bei einer Vierer-Gruppe qualifizieren sich die ersten Zwei. Falls zu viele Vierer-Gruppen gebildet werden müssen, so wird an einem zweiten Spieltag auch hier mit Vierer-Gruppen die Spieleranzahl halbiert. Am 3. Spieltag findet ein Rundenturnier in dem die Meister ermittelt werden, in dem die Punkte aus den Vorrunden mitgenommen werden; der Bezirksmeister ist am Ende auf jeden Fall derjenige, der zum Schluss die meisten Punkte hat. Bei Punktgleichheit kann immer noch ein Stichkampf Klarheit schaffen. Nur Spieler, die die komplette Vorrunde mitspielen, kommen in die Wertung; wer abbricht fliegt komplett aus der Turnier-Wertung. DWZ-Erfolge bzw. Verluste werden natürlich gezählt.
Der nächste positiver Effekt wäre, dass erst in der letzten Runde klar ist, wer Meister wird und dass eine Würdigung der Meister (Pokale) vor entsprechendem Publikum stattfände.
Hoffentlich ist dieser Artikel eine Anregung, um unser geliebtes Schach wieder attraktiver zu gestalten. |
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